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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Dienstag, 04.05.2010 16:15

Selbst in Bayern, einem der sichersten Bundesländer stiegen die Zahlen erstmals nach Jahren wieder um 4,9 Prozent. In grenznahen Gebieten wie Brandenburg und Sachsen waren Zuwächse von 30,9 bzw. 32 Prozent zu verzeichnen. Berlin ist Spitzenreiter mit 36 Prozent.
Dabei stehen die besonders beliebten Automarken auch bei den Dieben hoch im Kurs.
Golffahrer traf es im ersten Quartal 2010 ganz hart. In den Niederlanden wurde ein Plus von 216,7 Prozent festgestellt.
Auch in Österreich führt VW die Spitze der von Dieben beliebtesten Fahrzeuge an (32,7 Prozent). Dahinter folgen mit einigem Abstand Audi (19,5) und BMW (8,6).
Auf dem Wunschzettel der Diebe stehen immer mehr junge und vor allem sicherheitstechnisch ausgereifte Fahrzeuge, die eigentlich als „unklaubar“ gelten.
Die Fahrzeugdelikte nehmen grenzüberschreitend zu, wobei hochtechnisch organisierte Banden die Elektronik austricksen. Moderne Wegfahrsperren, insbesondere bei Luxusfahrzeugen sind offensichtlich kein Hindernis mehr.
52 von 79 Verfahren zur organisierten Kriminalität betreffen bereits Eigentumsdelikte rund um Kraftfahrzeuge.
Arbeitsteilig wird von Technikern und Transporteuren die Verbringung der Fahrzeuge zum Zielland organisiert. In Basislagern werden die Fahrzeuge zuvor präpariert und dann rasch verkauft. Die wahren Organisatoren bleiben im Hintergrund.
Spezielle Probleme bereiten den Versicherungen, Leasing- und Mietwagenunternehmen auch die Zahl der Veruntreuungen und die Jacking-Fälle um an die Autoschlüssel zu gelangen.