News

  • Kawasaki-Rückruf: Gefahr für Fahrer und Sozius, Fußstütze kann plötzlich brechen
    mehr
  • Gefahr für den nachfolgenden Verkehr: Mercedes ruft Sprinter zurück
    mehr
  • Unfallgefahr: Ducati ruft verschiedene Modelle zurück
    mehr
  • Peugeot 206: Beifahrersicherheitsgurt arbeitet nicht richtig
    mehr
  • Neue Informationen zum Rückruf von Citroen C3 und DS3
    mehr
  • Terassenheizer der Marke Style Expedition wird vom Markt genommen
    mehr

Proversicherer - Detlev Burgartz

Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität

Kontakt


Tel.: 02236-322 17 79

web09@proversicherer.de

Weitere Seiten von ProVersicherer:

Dienstag, 04.05.2010 16:15

Profidiebe organisieren den Autodiebstahl ohne Grenzen

Die Zahl der Autodiebstähle steigt. Egal, ob sündhaftteurer Porsche, SUV,  Audi , VW , der Reisebus oder der Bagger. Geklaut wird überlall. 6,2 Millionen Fahrzeuge stehen mittlerweile laut Interpol weltweit in der Fahndung. Seit dem Jahr 2000 wurden jährlich nicht mehr als 400.000 Fahrzeugeinheiten gestohlen gemeldet.

Im Jahr 2009 hat sich das Lagebild schlagartig verändert.

Die Diebstahlquote stieg allein von 2008 zu 2009 auf 1.581355 Millionen Fahrzeuge an. In der BRD stiegen die Diebstähle erstmals nach 1993 gleich um 9 Prozent auf 40.375 Fälle. Die Zahl der dauerhaft gestohlenen Fahrzeuge lag bei mehr als 13 Prozent, was die Schadenquoten der Kaskoversicherungen zusätzlich belastet.

Selbst in Bayern, einem der sichersten Bundesländer stiegen die Zahlen erstmals nach Jahren wieder um 4,9 Prozent. In grenznahen Gebieten wie Brandenburg und Sachsen waren Zuwächse von 30,9 bzw. 32 Prozent zu verzeichnen. Berlin ist Spitzenreiter mit 36 Prozent.

Dabei stehen die besonders beliebten Automarken auch bei den Dieben hoch im Kurs.

Golffahrer traf es im ersten Quartal 2010 ganz hart. In den Niederlanden wurde ein Plus von 216,7 Prozent festgestellt.

Auch in Österreich führt VW die Spitze der von Dieben beliebtesten Fahrzeuge an (32,7 Prozent). Dahinter folgen mit einigem Abstand Audi (19,5) und BMW (8,6).

Auf dem Wunschzettel der Diebe stehen immer mehr junge und vor allem sicherheitstechnisch ausgereifte Fahrzeuge, die eigentlich als „unklaubar“ gelten.

Die Fahrzeugdelikte nehmen grenzüberschreitend zu, wobei hochtechnisch organisierte Banden die Elektronik austricksen. Moderne Wegfahrsperren, insbesondere bei Luxusfahrzeugen sind offensichtlich kein Hindernis mehr.

52 von 79 Verfahren zur organisierten Kriminalität betreffen bereits Eigentumsdelikte rund um Kraftfahrzeuge.

Arbeitsteilig wird von Technikern und Transporteuren die Verbringung der Fahrzeuge zum Zielland organisiert. In Basislagern werden die Fahrzeuge zuvor präpariert und dann rasch verkauft. Die wahren Organisatoren bleiben im Hintergrund.

Spezielle Probleme bereiten den Versicherungen, Leasing- und Mietwagenunternehmen auch die Zahl der Veruntreuungen und die Jacking-Fälle um an die Autoschlüssel zu gelangen.