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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Freitag, 27.11.2009 13:48

Für Verbraucher war der Betrug nicht zu erkennen, meinte gestern Staatsanwältin Guddat. Bei Routinekontrollen flog der Betrug auf. Die sofort eingeleitete Rückrufaktion der Baumärkte und Discounter erschütterte das Vertrauen der Verbraucher in die Funktionstüchtigkeit der Geräte, aber auch zur Frage der Sicherheit der Prüf-und Gütesiegel.
Die Chargenrückverfolgung war aufwendig, weil die Geräte mit verschiedenen Prüfsiegeln von Stiftung Warentest, GS, BSI oder der VdS Schadenverhütung in Köln versehen wurden und teilweise sogar gemischt mit echten Rauchmeldern in den Handel gelangten. Hierfür wurden sogar die Typenbezeichnungen und Verpackungen dann passend gemacht.
In einer Bremer Lagerhalle konnten damals noch vor dem Abverkauf 360.000 nachgeahmte Rauchmelder sichergestellt werden. Diese waren für den Verkauf bei Aldi-Nord bestimmt. Im Hafen von Rotterdam soll tagelang nach einem Schiff mit einer Ladung von weiteren 400.000 Plagiaten gesucht worden sein.
Mit ihren Fälschungen haben die beiden deutschen Geschäftsleute eine trügerische Sicherheit verkaufen wollen und so den Handel sowie die Verbraucher durch einen vermeintlichen Schnäppchenkauf getäuscht.
Nur qualitativ hochwertige, mehrfach geprüfte und zertifizierte Heimrauchmelder arbeiten wirklich verlässlich.
Die Rückrufaktion kostete Aldi-Süd rund 300.000 Euro.
Die 8. große Strafkammer hat die Fortsetzungstermine zur weiteren Verhandlung auf den 10. und 17.12.2009 bestimmt.