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Proversicherer - Detlev Burgartz

Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität

Kontakt


Tel.: 02236-322 17 79

web09@proversicherer.de

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Montag, 16.11.2009 11:04

Internetstrategien

In ihrer neuesten Studie „Versicherungen Online 2009“ bestätigt die Alternus GmbH, dass das Internet den Versicherungsunternehmen bei der Kundengewinnung große Chancen bietet. Wird der Internetauftritt allerdings unzureichend umgesetzt, dann kehren sich die Chancen in große Risiken um.

Die Informationsbeschaffung per Internet gewinnt an Interesse bei den Bürgern. Im Jahr 2008 besuchten 11 Millionen die Webseiten der ersicherungsunternehmen.

Jeder vierte Vertragsabschluss basiert auf der Vorabinformation im Internet, so Psychonomics schon im Kundenmonitor e-Assekuranz 2008.

Die strategische Bedeutung des Internets wird bei der potenziellen Bewerbung um Neukunden eher zunehmen. Parallel nimmt nach der Studie zufolge die Loyalität der Kunden mit ihrem Versicherer ab.

Lediglich 11 von 50 Internetauftritten erreichten mehr als 50 Prozent aller möglichen Punkte. Bei den Spitzenreitern glänzten mit Umfang und Qualität der Inhalte die Kranken-, Kfz- und Rechtschutzversicherungen. 35 Unternehmen teilen sich das Mittelfeld.

Im Vergleich zur letzten Studie haben viele Unternehmen erkannt, dass die Übersichtlichkeit neben einer transparenten Fachinformation ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Internet-Strategie ist. Zu diesem Ergebnis kam auch schon die Studie Online-Insurance im Vergleich der Internetauftritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz (siehe: http://www.crimereport.de/news/artikel/422/).

Auch wenn die Versicherungsunternehmen zur Zeit noch mit Audio- und Videoelementen experimentieren, so ist der Prozess in diese Kommunikationsform nicht mehr aufzuhalten.

Die im Internet betriebene Öffentlichkeitsarbeit reduziert sich in den meisten Fällen auf hausgemachte Pressemitteilungen, obwohl das Ziel der Kundengewinnung bei allen Unternehmen im Vordergrund steht.

Mit dem aktiven Zugehen auf die kleine, aber wichtige Zielgruppe der Journalisten, haben die Unternehmen noch Probleme, so dass häufig vermeidbare Fehler gemacht werden, die den Erfolg negativ beeinflussen.

Die Leistungen, insbesondere die qualifizierte Hilfe im Schadenfall, die schnelle Abwicklung, Maßnahmen zur Sicherung der Bestände oder sonstige Zusatzservices werden kaum abgebildet, so dass auch das Cross- und Up-Selling von Neukunden im Prinzip nicht stattfindet.

Auf den Agenden der Unternehmen sind diese Möglichkeiten noch nicht verankert.

Weitere Informationen zur Studie:

http://www.alternus.de/images/stories/alternus/pdf/versicherungen_online_2009_management_summary.pdf