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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Montag, 12.10.2009 18:50

Nach der Studie von Innofact haben jüngere Fahrer und Fahranfänger (22 %) auch die Versicherungsleistungen im Blick, während dieses Kriterium nur für jeden zehnten älteren Autofahrer (50-65 Jahre) von Belang sei. Nach einer Studie im Auftrag der VHV ist die Wechselbereitschaft um 12 Prozentpunkte zum Vorjahr gestiegen. Wer zum Jahreswechsel auf der Suche nach einem neuen Vertrag oder Versicherer ist, der muss die Kündigungsfristen beachten, die bei den meisten Versicherern zum 30. November ablaufen.
Markt hart umkämpft
Dass der Markt der Kfz-Versicherungen in diesem Jahr noch härter umkämpft ist, belegen die Meinungsverschiedenheiten der Marktführer zu einem zukünftigen Kündigungsstichtag. Während die HUK-Coburg und der ADAC für die Beibehaltung werben, geht die Allianz schon seit 2008 neue Wege.
Dort lässt man dem Kunden die Wahl des Stichtages zwischen Jahresende oder dem Tag des Vertragsabschlusses. Der Kunde hat bei der Allianz 24 sogar die Möglichkeit der täglichen Kündigung.
Die unterjährige Wechselmöglichkeit ist für die Kunden interessant, die den Markt mit Produkt- und Preisvergleichen im Blick haben. Viele Versicherer bieten besondere Paketlösungen an, so dass nicht nur der Schadenfreiheitsrabatt für das Fahrzeug, sondern auch Mitgliedschaften, Bahncard, Eigentum und Fahrleistung differenzierte Tarife ermöglichen.
Die Freiheiten zum Wechsel sehen allerdings nicht alle Experten positiv. Insbesondere Versicherer mit Kundenzuwachs wollen aus Transparenz zum Vorteil der Kunden an einem festen Stichtag festhalten, weil sie nur dann den Kündigungstermin nicht verpassen. Bei einem täglichem Kündigungsrecht trifft diese Argumentation allerdings ins Leere.
Viel wichtiger ist, dass der Kunde den Durchblick im Produktdschungel noch behält.