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Proversicherer - Detlev Burgartz

Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität

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Tel.: 02236-322 17 79

web09@proversicherer.de

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Donnerstag, 08.10.2009 13:20

Gute Noten für sparsame Autoversicherer

Recht durchwachsen klingt das, was die Psychonomics Advisory AG zu 46 Kraftfahrtversicheren, die sich insgesamt 85 % des deutschen Kraftfahrtzeugmarktes nach Beitragseinnahmen teilen, zu berichten hat.

In der Neuauflage der Studie zum „Branchenmonitor Kraftversicherung 2004-2008“ nimmt die HUK-Coburg Platz 1 und Platz 6 ein. Auch wenn der Branchenprimus GDV im Frühjahr auf seinem Pressekolloquium schon ankündigte, dass die Kraftfahrt-Sparte marktweit mit einer kombinierten Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio [1]) und einem Verlust von 300 Millionen rechne, so ist das Ergebnis der Studie doch erschreckend.

Danach verdienen nur noch 18 der 46 untersuchten Gesellschaften Geld am Kfz-Gesamtgeschäft, wobei die HUK-Coburg Allgemeine den profitabelsten Platz mit 86,10 Euro pro 100 Euro verdienten Beitrag einnahm.

In der weiteren Spitzengruppe der ersten 10 Gesellschaften finden sich DBV-Winterthur, Öffentliche Sach Braunschweig, Basler Securitas, LVM, HUK-Coburg VVaG, Europa, Gothaer Allgemeine, WGV Schwäbische Allgemeine und Westfälische Provinzial ein.

Problematisch ist, dass manch preisaggressiver Kraftfahrtversicherer zum Jahreswechsel beim „Bäumchen wechsle Dich“ noch an Boden verlieren könnte. Hat der Marktteilnehmer dazu schon eine hohe Schaden-Kosten-Quote, so schmerzt dies umso mehr.Die Gesamtstudie wird vorraussichtlich bis Ende Oktober 2009 (http://www.psychonomics-advisory.de/site/de/content/index.html) veröffentlicht.

[1] Combined Ratio (engl.) für kombinierte Schadenkostenquote. Die Combined Ratio gibt das Verhältnis zwischen Prämieneinnahmen und Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Abschlußkosten wieder.