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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Dienstag, 20.09.2011 07:46

Die Gruppe der Verdächtigen setzt sich nach Erkenntnissen der ermittelnden OK-Dienststelle aus fünf Hauptverdächtigen und mehreren Mittätern zusammen. Die mutmaßlichen Drahtzieher im Alter zwischen 40 und 50 Jahren stehen im Verdacht, in den letzten beiden Jahren durch die Begehung einer Vielzahl von Betrugsstraftaten ihren Lebensunterhalt bestritten zu haben.
Ein Schwerpunkt lag im Erwerb von Einrichtungsgegenständen und Autos über Kredite, die nicht bedient worden sind. Die Ermittler schätzen den finanziellen Schaden auf rund 100.000,- Euro.Ein weiteres Betätigungsfeld soll die Verwertung gestohlener Wertgegenstände gewesen sein.
Die Verdächtigen haben nach derzeitigem Ermittlungsstand Schmuck, hochwertige Uhren, Münzen und Edelsteine angekauft und Wohnungseinbrüche in Auftrag gegeben.
Die Beute haben sie zu großen Teilen in Pfandleihhäusern und An- und Verkaufsgeschäften gegen Bargeld versetzt. Im Juni 2011 stellten die Ermittler in mehreren Privatwohnungen und Pfandleihhäusern im Saarbrücken, Kaiserslautern und Bonn-Bad Godesberg Wertgegenstände im Wert von über 100.000,- Euro sicher.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Wertsachen aus Straftaten stammen. Allerdings ist es bisher noch nicht gelungen, die mutmaßliche Beute konkreten Delikten bzw. rechtmäßigen Eigentümern zuzuordnen. Die OK-Ermittler des LKA hoffen nun, durch die Veröffentlichung der Fotos der Schmuckstücke, Uhren und Münzen auf der Internetseite der saarländischen Polizei (http://www.polizei.saarland.de) Straftaten aufklären und Opfern zu ihrem Eigentum verhelfen zu können.
Deshalb die dringende Bitte der Ermittler:
Hinweise bitte an das Landeskriminalamt unter der Rufnummer 0681/962-5602 oder jede andere Polizeidienststelle.
Die Fahndungsdatei der Polizei beinhaltet 72 Pretiosen/Objekte.