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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Mittwoch, 06.04.2011 08:28

Nach dem aktuellen Stand der polizeilichen Ermittlungen kam es in einem Badezimmer, im Erdgeschoss des Hauses, zunächst zum Brand eines mit dem Stromnetz verbundenen elektrischen Föns, der dort in einem Regal lag. Ein technischer Defekt des Gerätes setzte eine bemerkenswerte Kettenreaktion in Gang. Das Feuer vom Fön griff auf das hölzerne Regale und auf mehrere darauf gelagerte Spraydosen mit Hygieneprodukten über.
Diese gerieten ebenfalls in Brand und erhitzten sich gleichzeitig so stark, dass mindestens eine dieser Dosen explodierte. Hierdurch kam es, in Verbindung mit den zuvor schon im Raum stark verbreiteten Brandgasen, zu einer noch größeren Verpuffung, welche die Badezimmertüre aus ihren Angeln und dem Mauerwerk riss. Die enorme Druckwelle setzte sich dann aber auch noch bis in einen benachbarten Wohnraum fort.
Dort wurden mehrere bodentiefe, thermopenverglaste Fensterscheiben zersplittert und sogar samt Rahmen aus dem Mauerwerk gedrückt. Personenschaden entstand dabei glücklicher Weise nicht. Der entstandene Sachschaden wird vorläufig auf mindestens 10.000,- Euro geschätzt. Ein im Haus befindlicher Bewohner, der sich zum Zeitpunkt der Verpuffung aber in der ersten Etage aufgehalten hatte, blieb von dem Unglück verschont.
Der 23-jährige Monheimer informierte über Notruf umgehend Feuerwehr und Polizei, bevor er selber erfolgreiche Maßnahmen zur Brandbekämpfung im Bad durchführte. Indem er den Stecker des immer noch brennenden Föns zog, um dann letzte Flammen mit einer Schüssel Wasser zu löschen, konnte er weitere Brandfolgen erfolgreich verhindern.