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Proversicherer - Detlev Burgartz

Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität

Kontakt


Tel.: 02236-322 17 79

web09@proversicherer.de

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Dienstag, 15.03.2011 16:06

Diebstahl wertvoller Kunstwerke keine Seltenheit

Der Diebstahl von Kunstwerken aus Museen, Privatsammlungen oder Firmenkollektionen ist nach Informationen des Spezialversicherers Hiscox ein immer stärker florierendes Geschäft: So werden in Deutschland jeden Tag im Schnitt sieben Werke gestohlen - oft von organisierten Banden.

Jährlich entsteht durch Kunstdiebstahl nach FBI-Schätzungen weltweit ein Schaden von 8 Milliarden Euro. Hinzu kommen finanzielle Verluste für Kunstbesitzer durch Beschädigung - etwa beim Transport von Werken, bei der Restauration oder durch Feuer oder Hochwasser.

"Trotz dieser Risiken hat schätzungsweise jeder 2. Kunstsammler keinen oder einen nicht ausreichenden Versicherungsschutz. Bei Unternehmen mit Firmensammlungen und selbst bei Museen bestehen ebenfalls teils deutliche Versicherungslücken", sagt Robert Dietrich, Vorstandsvorsitzender von Hiscox Deutschland.

Er empfiehlt, den Versicherungsschutz regelmäßig zu überprüfen, denn: "Kunst wird immer beliebter als Geldanlageform. Viele Werke steigen kontinuierlich im Wert. Entsprechend müssen die Deckungssummen von Zeit zu Zeit angepasst werden."

Am häufigsten gestohlen werden Werke von Picasso, Chagall und Miró - aber auch der Verlust von Werken weniger bekannter Künstler kann nach Angaben von Hiscox schnell sechsstellige finanzielle Schäden zur Folge haben. Es ist für Diebe fast unmöglich, berühmte Kunstwerke auf dem freien Markt zu verkaufen. In vielen Fällen tauchen diese daher nach Auskunft des Spezialversicherers zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf.

Manchmal können die Werke jedoch auch verschwunden bleiben.

Robert Dietrich weist darauf hin, dass eine Hausratversicherung bei wertvollen Kunstsammlungen nicht ausreicht: "Eine Kunstversicherung ist viel genauer auf den tatsächlichen Wert einzelner Werke oder Sammlungen zugeschnitten. Außerdem enthält sie zahlreiche Zusatzleistungen, die eine Hausratpolice nicht abdecken kann."

Policen sollten so gewählt werden, dass sie den materiellen Verlust abdecken, der im internationalen Kunstmarkt bei Verkauf der Werke zu erzielen wäre. Hiscox empfiehlt eine Versicherung, die Kosten für eine eventuelle Instandsetzung oder Reinigung übernimmt, falls ein Werk beschädigt wird. Wichtig ist auch, dass voller Versicherungsschutz auf Transportwegen besteht. Sinnvoll kann es darüber hinaus sein, etwaige im Schadensfall anfallende Reisekosten einzuschließen.

Eine weitere wichtige Leistung für Kunstsammler ist eine Entschädigungszahlung für den Fall, dass der Kunde unwissentlich gestohlene Werke erworben hat, die dem ursprünglichen Besitzer zurückgegeben werden.

Die Kosten für eine Kunstversicherung sind selbst dann überschaubar, wenn es sich um hohe Deckungssummen handelt. So ist die Prämie für eine Kunstversicherung oft günstiger als bei einer entsprechenden Hausratversicherung.

In Deutschland unterhält Hiscox Büros in Hamburg, Köln und München. Wohlhabenden Kunden mit hochwertigem Privatbesitz bietet Hiscox Versicherungen mit einer umfassenden Allgefahrendeckung, insbesondere für Kunst, wertvollen Hausrat und Ferienhäuser. Für private, gewerbliche und öffentliche Kunstsammlungen stellt Hiscox außergewöhnliche Versicherungslösungen bereit.

Hinweise zu gestohlenen Wertgegenständen finden Sie unter www.diebstahlradar.de. Diebstahlradar ist ein Spezialanbieter
für die objektbezogene Sachfahndung.