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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Freitag, 11.03.2011 07:51
Den neunfachen Betrugsvorwurf räumte der Angeklagte ein.
Die Idee zum Versicherungsmissbrauch kam dem Angeklagten nach einem realen Wasserschaden, bei dem der Schlauch der Waschmaschine geplatzt war, den der Versicherer, so wie man es erwartet, anstandslos zahlte.
Die unbürokratische Zahlung war das Signal um mit Bekannten derartige Fälle zu fingieren, so der Angeklagte.
Mit den Helfershelfern wurden nach ersten Erfolgserlebnissen bei verschiedenen Assekuranzen separate Hausrat- und Haftpflichtversicherungen abgeschlossen. Teilweise unter falschem Namen.
Mit Apfelschorle wurden die mit einem Messer angeritzten Holzfüße von alten Schränken für den zu präsentierenden Wasserschaden für den Gutachter getränkt. Für die Haftpflichtversicherungen wurden im Internet billige Gemälde gekauft und mit gefälschten Kaufverträgen sowie Expertisen versehen.