News
Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Montag, 24.01.2011 13:02

Von den rund 2000 Festgenommenen wurden nur 17 Prozent bestraft. Das Durchschnittsalter liegt bei 25 Jahren. Die jungen Diebe werden nach Mitteilung der Polizei in speziellen Kursen für Autoknacker zur Überwindung der Sicherheitstechnik der Hersteller angelernt. Ein nagelneuer Passat wechselt so schon für 7.500 Euro den Besitzer , wobei der Dieb hiervon maximal ein Drittel einstreicht.
Neben Fahrzeugen aus Italien, Niederlanden, Baltikum und Ungarn, werden auch Fahrzeuge aus Polen in Tschechien und Deutschland über Auktionsplattformen angeboten. In einem der Länder werden die Fahrzeuge vorher mit neuen Fahrzeugpapieren oder COC-Zertifikaten versehen, damit dem Käufer in dem jeweiligen Bestimmungsland keine Zweifel kommen.
Relay-Angriff auf "Keyless Entry"-Systeme Der Autodieb der Zukunft hat es womöglich noch leichter. Diesen Trend sehen Wissenschafter der ETH Zürich in ihrer Studie zu passiven schlüssellosen Systeme ("Keyless Entry") zu acht verschiedenen Autoherstellern die sie einer Sicherheitsprüfung unterzogen haben. Die Studie wird auf dem "Network and Distributed System Security"-Symposium in San Diego im Februar offiziell vorgestellt werden.
Das Problem, die High-Tech-Angriffe nachvollziehen zu können, belastet die Opfer, Polizei und Versicherungen in der Aufklärungsarbeit. Aus diesen Gründen werden Hersteller, Versicherer und Polizei sich stärker auf das Thema einstellen müssen, so www.diebstahlradar.de .