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Proversicherer - Detlev Burgartz

Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität

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Tel.: 02236-322 17 79

web09@proversicherer.de

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Montag, 24.01.2011 13:02

16.000 Fahrzeuge in Polen gestohlen

Die neueste Klaustatistik der polnischen Polizei führen deutsche Fahrzeuge an. 16.000 Fahrzeuge mit einem Wert von 500 Millionen Zloty gehen auf das Konto der Diebe. Die Modelle von Volkswagen und Audi stehen auf der Hitliste der Diebe. Nur in der Hauptstadt Warschau haben japanische Fahrzeuge die deutschen Hersteller vom 1. Rang verdrängt. Neben der Zerlegearbeit und Entfernung der Individualkennungen des Herstellers wird die Arbeit der Fahnder zusätzlich erschwert durch die entstehenden Zweitmärkte im Internet.

Originalersatzteile werden vermehrt auf Auktionsplattformen (z.B. Allegro) angeboten. Dort liegt der Preis bei unter einem Drittel des tatsächlichen Marktwertes zum Kauf über den Hersteller.

Von den rund 2000 Festgenommenen wurden nur 17 Prozent bestraft. Das Durchschnittsalter liegt bei 25 Jahren. Die jungen Diebe werden nach Mitteilung der Polizei in speziellen Kursen für Autoknacker zur Überwindung der Sicherheitstechnik der Hersteller angelernt. Ein nagelneuer Passat wechselt so schon für 7.500 Euro den Besitzer , wobei der Dieb hiervon maximal ein Drittel einstreicht.

Neben Fahrzeugen aus Italien, Niederlanden, Baltikum und Ungarn, werden auch Fahrzeuge aus Polen in Tschechien und Deutschland über Auktionsplattformen angeboten. In einem der Länder werden die Fahrzeuge vorher mit neuen Fahrzeugpapieren oder COC-Zertifikaten versehen, damit dem Käufer in dem jeweiligen Bestimmungsland keine Zweifel kommen.

Relay-Angriff auf "Keyless Entry"-Systeme Der Autodieb der Zukunft hat es womöglich noch leichter. Diesen Trend sehen Wissenschafter der ETH Zürich in ihrer Studie zu passiven schlüssellosen Systeme ("Keyless Entry") zu acht verschiedenen Autoherstellern die sie einer Sicherheitsprüfung unterzogen haben. Die Studie wird auf dem "Network and Distributed System Security"-Symposium in San Diego im Februar offiziell vorgestellt werden.

Das Problem, die High-Tech-Angriffe nachvollziehen zu können, belastet die Opfer, Polizei und Versicherungen in der Aufklärungsarbeit. Aus diesen Gründen werden Hersteller, Versicherer und Polizei sich stärker auf das Thema einstellen müssen, so  www.diebstahlradar.de .