Ein aufregendes und langwieriges Verfahren ist zu Ende. Der 26-jährige Patrick R. musste sich wegen 40 manipulierten Verkehrsunfällen nun vor Gericht verantworten. In Essen, Mülheim hatte er es hauptsächlich auf die Crashs mit unbedarften anderen Verkehrsteilnehmern angelegt. Von den Unfallverursachern bzw. den dahinter stehenden Versicherungen ergaunerte er so fast 51.000 Euro. Hierfür wurde er zu drei Jahren und 9 Monaten ohne Bewährung verurteilt.
Das Verkehrskommissariat war dem Täter auf die Spur gekommen, nach dem eine auffällig hohe Anzahl von Verkehrsunfällen mit dessen Beteiligung festgestellt werden konnte. Nach einer Durchsuchungsaktion war klar, dass die Ermittler einen Volltreffer gelandet hatten. Nach der Zentralisierung der Vorgangsbearbeitung versprechen sich die Ermittler eine größere Schlagkraft gegen Autobumser. Momentan bearbeitet das Dezernat 17 weitere Ermittlungsverfahren in denen es um manipulierte Verkehrsunfälle geht.
Bei Fahrspurwechseln oder Abbremsmanövern hat Patrick R. meistens ortsfremde Verkehrsteilnehmer in seine inszenierten Unfälle gelockt. Einwendungen der Unfallopfer beseitigte er mit Bestellzeugen, die seinen Hergang bestätigten. Bei den Unfallopfern kassierte er sofort oder präsentierte den Versicherungen überzogene Gutachten oder Kostenvoranschläge.
Ausschlaggebend für die hohe Strafe war dann auch ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr in Gelsenkirchen. Hierbei kam es zu einer Verletzung der Beifahrerin. Im Rahmen der sogenannten Gewinnabschöpfung zu Straftaten haben sich das Land NRW und die Versicherungen eine Grundschuld auf dem elterlichen Haus sichern können