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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Montag, 24.01.2011 06:50

Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um betrügerisch erlangte Leasingfahrzeuge, die – zusammen mit legal erworbenen Autos – nach Osteuropa verschoben werden sollten. Für diese Annahme spricht auch die Sicherstellung eines in Italien unterschlagenen BMW X6 vom 20. Januar in Tschechien.
Diesen Wagen hatten Kölner Ermittler im November 2010 auf dem Gelände des Autohandels gesehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte eine Überprüfung des BMW in Italien allerdings noch keinen Anlass zur Annahme geliefert, dass es sich ebenfalls um ein betrügerisch erlangtes Fahrzeug handelt.
In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Münster hatte die Kölner Polizei das Gelände des Autohandels bereits im vergangenen November durchsucht. Bei der Überprüfung der dort zum Verkauf stehenden Luxusfahrzeuge der Marken Mercedes, BMW und Audi konnten die Ermittler zunächst keinen Nachweis erbringen, dass es sich um kriminell erlangte Autos handelt. Dies gelang erst nach umfangreichen Recherchen bis hin zu Anfragen bei den Leasinggebern, die noch nicht wussten, dass die Fahrzeuge in Köln zum Verkauf angeboten werden.
Nach Mitteilung von www.diebstahlradar.de werden unterschlagene oder gestohlene italienische Fahrzeuge vermehrt auch auf dem deutschen Automarkt angeboten.
Fotos/Quelle: Polizei Köln