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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Montag, 20.12.2010 14:38

Den Ermittlern wurde sehr schnell klar, dass die Tätergruppe nicht nur ortsgebunden, sondern überregional operiert. Von daher fokussierten sich die Ermittlungen nicht nur auf die handelnden Personen, sondern auch auf deren Umfeld.
Diese Erhebungen erbrachten schließlich, dass es sich hierbei um eine mehrköpfige Tätergruppierung im Alter von 18 bis 38 Jahre handelt. Die Einbrecher gingen im Verlauf ihre Beutezüge arbeitsteilig und äußerst konspirativ vor, um so ihre unredlichen Absichten zu verschleiern.
Obwohl nicht alle handelnden Personen sofort identifiziert werden konnten, blieben die Beamten hartnäckig bei ihrer Strategie. Anfang November wurden dann bei einem weiteren Einbruchsversuch in Leverkusen erneut zwei Bandenmitglieder festgenommen. Die Festnahme dieser Personen sowie deren Vernehmung bestätigten den schon lange gehegten Verdacht der Ermittlungsgruppe.
Der Haupttäter bedient sich eines konspirativen Logistikumfeldes und setzt bei seinen Beutezügen jeweils neue Komplizen ein.
Mitte Dezember klickten dann für den Kopf der Bande sowie seine Komplizen (18, 20) die Handschellen. Nach einem versuchten Wohnungseinbruch im Kölner Mediapark wurde das Trio festgenommen. Die Festnahmen wurden durch den Haftrichter bestätigt; dieser ordnete die Untersuchungshaft für die Einbrecher an.
Die in diesem Zusammenhang durchgeführten Durchsuchungen ergaben eine Fülle von Beweismaterialien, die in der Folge noch zu bewerten sind.
Nach Zuordnung dürfte auch erst klar sein, ob Diebesgüter und eine Vermögensabschöpfung für die Opfer bzw. deren Risikoträger
zu einer Wiedergutmachung führen.