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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Donnerstag, 16.12.2010 08:44
Gehört die freie Werkstattwahl zu den Lieblingen des Autofahrers, mit einer Aufpreisbereitschaft von etwa 13 Prozent, schafft ein vergünstigter Tarif mit Werkstattbindung verständlicherweise keine Attraktivität. Auch die sog. Mallorca-Police, d.h. Leistung bei Schäden mit Mietwagen im Ausland, spricht fast keinen Versicherten direkt an. Frauen interessieren sich stärker für Krankenhaustagegeld oder auch für die Übernahme der Entsorgungskosten im Falle eines Totalschadens. In Abhängigkeit vom Alter des versicherten Kraftfahrzeuges variiert die Aufpreisbereitschaft für Zusatzleistungen. Je jünger das Auto, desto attraktiver wirken Zusatzleistungen auf den Kunden. „Zusatzleistungen sind sowohl für Kunden mit besonders niedrigen als auch für Kunden mit besonders hohen Versicherungs-Prämien attraktiv“, kommentiert Dr. Claus Dethloff, Geschäftsführender Gesellschafter der ServiceValue GmbH, „aber eine Voll-Kasko-Mentalität mit Blick auf Rundum-Sorglos-Pakete ist in Deutschland nicht auszumachen.“ Die Kfz-Versicherer, die nach Meinung der Kunden die größte Transparenz in ihre Tarife und Angebote bringen, sind CosmosDirekt, ADAC, Debeka, AachenMünchener, HUK24 und DEVK. Der umfangreiche, über 400-seitige „ServiceAtlas Kfz-Versicherungen - Wettbewerbsanalyse zu Servicequalität und Servicewert“ umfasst, neben speziellen Analysen mittels sog. Conjoint Measurement, auch Darstellungen für über 25 Servicemerkmale sowie detaillierte Leistungsprofile für 21 und Benchmarks für weitere 25 Kfz-Versicherer. Die Studie kann über die ServiceValue GmbH in Köln bezogen werden.