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Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität
Montag, 22.11.2010 11:44

An beiden Tagen ist auch die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle geöffnet. Polizeiliche Fachberater begleiten dort die Ausstellung der Handwerksbetriebe mit Vorträgen über die polizeilichen Standards zur Sicherheitstechnik.
Ziel der Sicherheitstage ist es, langfristig die Zahl der Einbrüche in der Stadtregion Köln zu senken.
Dass die Sicherung von Türen und Fenstern eine Möglichkeit ist, diesem Ziel entgegen zu kommen, zeigt eine Untersuchung („Kölner Studie“) der Polizei Köln.
Demnach dringen Einbrecherinnen und Einbrecher am häufigsten durch Erdgeschossfenster, Terrassen- oder Balkontüren in Einfamilienhäuser ein.
Bei Mehrfamilienhäusern verschaffen sich die Täterinnen und Täter in den meisten Fällen Zugang über die Wohnungseingangstür. Diese wird mit einem Hebelwerkzeug aufgehebelt. Aber auch hier sind die im Erdgeschoss liegenden oder über Einstiegshilfen in oberen Geschossen liegenden Fenster, Terrassen- und Balkontüren oft genutzte Einstiegsorte.
Dabei finden Einbrecherinnen und Einbrecher häufig Deckung durch Bepflanzung, die vor Einblicken schützen soll. Die „Kölner Studie“ sagt zudem aus, dass das Aufhebeln von Türen und Fenstern die weitaus häufigste Arbeitsweise ist.
In fast drei Viertel aller Fälle versuchen Einbrecher, durch Aufhebeln Zugang zu Wohnungen und Häusern zu erlangen.
Daher sind so genannte technische Sicherungen von Fenstern sowie Terrassen- und Balkontüren oft eine Garantie für die Vereitelung von Einbrüchen.
Diese Bedeutung fällt in Mehrfamilienhäusern den Wohnungseingangstüren zu.
Auch die zusätzliche Sicherung von Haus- und Nebeneingangstüren kann dazu führen, dass der Wohnungseinbruch im Versuch stecken bleibt.
Das ist bei immerhin 40 Prozent aller Wohnungseinbrüche der Fall. Die Hälfte wiederum scheitert an der Sicherheitstechnik.
Interessant sind weitere Statistiken:
4.126 Wohnungseinbrüche wurden im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich der Polizei Köln verzeichnet.
Im Vergleich mit dem Vorjahr (2008) ergibt sich eine Steigerung von 11,5 Prozent.
Durchschnittlich sind dies bis zu 20 Fälle täglich.
Neben dem materiellen Schaden leiden Opfer von Wohnungseinbrüchen auch körperlich. Der Gedanke, dass jemand in die Privatsphäre eingedrungen ist und möglicherweise auch noch Gegenstände mit Lebenserinnerungen gestohlen hat, bedeutet für Betroffene eine wesentliche Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls.