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Proversicherer - Detlev Burgartz

Detlev L. Burgartz
Experte und Dozent für die
Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität

Kontakt


Tel.: 02236-322 17 79

web09@proversicherer.de

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Sonntag, 04.07.2010 12:40

Innovationen im Kampf gegen Produktpiraterie, Produktrückrufe und Brände

Eine neue Dimension im Plagiatschutz und der Qualitätssicherung strebt Polysecure aus Freiburg an. Die Erfinder haben ein Mittel entwickelt, mit dem sich das Original von der Fälschung unterscheiden lässt. Vorteilhaft ist, dass der Zahlencode eines Markers an jeder x-beliebigen Stelle eines Produktes eingearbeitet werden kann. Die Authentifizierung kann mit portablen Röntgenfluoreszenz-Spektrometern in weniger als einer Minute ausgelesen werden, so dass selbst im Brandfall noch eine eindeutige Zuordnung eines Plagiates möglich ist, denn die Marker können temperaturstabil bis mindestens 1.700 °C hergestellt werden.

Dies kann ein entscheidender Vorteil sein gegenüber Hologrammen, RFID-Chips oder anderen Etiketten, die an der Oberfläche eines Produkts angebracht werden.

Der Marker besitzt nach Angaben der Erfinders Thomas Baqué noch weitere Merkmale, die durch voneinander unabhängige chemische und physikalische Verfahren gemessen werden können. Über den Zahlencode kann ein eindeutiger, gerichtsfester Nachweis über die Originalität des Markers und damit des Gegenstands geführt werden.

Ein Original liegt vor, wenn der gemessene Zahlencode dem hinterlegten Zahlencode des Originals entspricht.

Die Idee einem Produkt eine Kombination aus verschiedenen chemischen Elementen in fast homöopathischer Dosierung bei zugegeben hatte der Erfinder vor 5 Jahren. Der Marker kann in fast jedem Produkt in einer Art Blackbox mit einer mathematischen Formel versteckt werden. 280 Billionen Möglichkeiten machen den Marker fälschungssicher.

Das junge Freiburger Unternehmen Polysecure hat mit dieser Innovation den zweiten Platz beim Cyber-One-Gründerwettbewerb erreicht.

Für die praktische Anwendung bei der Spurensicherung von Hersteller, Rückrufversicherung, Schadenversicherer, Zoll und Spurensicherungsexperten haben sich die Erfinder auch etwas Besonderes einfallen lassen.

Mit einem kleinen Laserpointer mit Infrarotlicht kann gleich kontrolliert werden, ob das Produkt den vom Hersteller eingebrachten Marker enthält. Fehlt hingegen der Marker, so liegen gewichtige Indizien vor, dass hier z.B. auf einer Messe Nachahmungsprodukte angeboten werden.

Den Erfindern des Markers ist klar, dass sie die Herstellung von Fälschungen nicht verhindern, aber entscheidend dazu beitragen können, dass sich das Entdeckungsrisiko erhöht und die Hersteller sich so besser schützen können.

Bei Ereignissen mit hohem Schadenaufkommen oder sogar Todesfällen, die ein Unternehmen auch im Image belasten, wird es immer wichtiger die Frage der Verursachung zu klären. Kommt es z.B. zu einem verheerenden Brand, dann könnte sich der vermeintlich überführte Hersteller von einer Schuld befreien, wenn das vermeintliche Schadteil das die Brandursache gesetzt hat, nicht den Marker des Herstellers trägt.

Besonders stolz ist Baqué weil der chemische Marker sich auch in der Brandasche nachweisen lässt.

Setzt sich der Marker von Polesecure durch, dann stellen sich zwangsläufig auch neue Anforderungen an die Beweissicherung und Brandursachenermittlung von Polizei, Feuerwehr, Brandermittler und Versicherungen. Polesecure hütet momentan noch das Geheimnis, in welchen Materialien oder Herstellern der Marker schon zum Einsatz kommt. Die Imagebroschüre erhalten Sie wie gewohnt über unseren Downloadbereich.